Essen für unterwegs: 10 Dos & Don‘ts

Du kommst auch nach langen Reisen frisch und erholt am Ziel an? Dann brauchst du unsere Tipps vermutlich nicht – denn gesundes Essen für unterwegs schmeckt nicht nur gut, es hilft auch tatkräftig mit, Reisestrapazen zu vermeiden. Wer aber unterwegs schon mal mit Übelkeit, Schlappheit oder Verdauungsproblemen kämpft, macht sich das Leben mit diesen Tipps ein ganzes Stück leichter.

Freu dich auf unsere, auf vielen (angenehmen wie unangenehmen) Reisen entstandenen Einsichten, wie Essen für unterwegs lange schmeckt und welche Fallstricke in Brotdosen und Thermoskannen lauern können!

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Das richtige Essen für unterwegs

1. Informier dich

Nicht immer darfst du alles unterwegs essen und trinken. Ob und wie du Speisen und Getränke mitnehmen und an Bord verzehren kannst, verraten dir im Zweifelsfall die konkreten Bestimmungen des jeweiligen Anbieters. Allgemein gilt:

  • 🚄: Essen und Trinken sind im Zug grundsätzlich erlaubt, insofern niemand über Gebühr gestört wird. Für die Deutsche Bahn gilt: Alkoholische Getränke sind in Regionalzügen und S-Bahnen verboten, ansonsten erlaubt.
  • 🚌: Auch im Fernbus kannst du Speisen und Getränke mitbringen und verzehren; übermäßiger Alkoholkonsum ist, beispielsweise bei Flixbus, jedoch untersagt.
  • ✈️: Feste Speisen dürfen grundsätzlich mit ins Flugzeug genommen und dort auch gegessen werden, bei Getränken gelten die bekannten Einschränkungen (kein Behälter über 100 ml usw.) – es sei denn, du kaufst sie hinter der Sicherheitskontrolle. Ausnahmen gibt es für Babynahrung.
  • 🚗: Bei Mitfahrgelegenheiten gibt es keine allgemeinen Bestimmungen – es empfiehlt sich für eine angenehme Fahrt aber, beim Essen und Trinken möglichst auf die Mitfahrer Rücksicht zu nehmen.

👍 wissen, was geht

👎 den Picknickkorb vor dem Einstieg verschenken müssen

2. Tu dir was Gutes

Langes Sitzen, wenig Frischluft – um auf Reisen trotzdem fit zu bleiben, solltest du beim Essen für unterwegs vernünftige Ratschläge wie die der Deutschen Gesellschaft für Ernährung berücksichtigen. Dazu gehört,

  • eher leicht Verdauliches und das in kleineren Portionen zu essen,
  • viel frisches Gemüse und Obst mit einzuplanen sowie
  • auf Fettiges und Süßes eher zu verzichten.

Bei aller Vernunft soll aber auch der Genuss nicht auf der Strecke bleiben, gönn dir daher auch ruhig eine kleine Belohnung!

👍 möglichst buntes Essen einpacken (Fruchtgummis sind nicht gemeint)

👎 groggy in den Urlaub starten

3. Trinken nicht vergessen

Bei heißem Wetter versteht es sich von selbst, aber auch an kühleren Tagen solltest du auf jeden Fall daran denken, ausreichend zu trinken, um nicht unter der Reise zu leiden! Süße Drinks sind dabei weniger zu empfehlen; um Reisebeschwerden wie Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden und Schlappheit möglichst aus dem Weg zu gehen, sollten es pro Tag etwa 1,5 l Wasser, Tee oder Ähnliches sein.

👍 Reisestrapazen wegtrinken

👎 sich für einen menschlichen Kaktus halten

4. Wetter auf dem Schirm

Nein, wir meinen nicht nur Regen! So manch ursprünglich leckeres Essen für unterwegs sieht nach 4 Stunden im warmen Rucksack überhaupt nicht mehr appetitlich aus, hat sich wie beispielsweise Schokolade unangenehm verflüssigt oder ist schon gleich gar nicht mehr genießbar. Echte Essen-für-unterwegs-Profis nehmen daher Empfindlicheres wie Milchprodukte oder Salate nur in einer Kühltasche mit – hast du keine zur Hand oder keine Lust auf das Extragepäck, konzentriere dich beim Reiseproviant lieber auf Lebensmittel, die du auch sonst zumindest eine Zeit lang außerhalb des Kühlschranks lagern würdest, beispielsweise Äpfel, Buletten, Brot, Reis, …

👍 Wunschessen nur wetterfest mitnehmen

👎 die Fahrt / den Flug auf dem Klo verbringen

5. Vorsicht, Matsch!

Hohe Temperaturen sind nicht das einzige, was deinem Essen auf Reisen zusetzen kann, auch der Transport selbst erfordert einiges an Widerstandskraft. Schneide Obst und Gemüse daher lieber erst unterwegs auf und verzichte auf alles mit Matschtendenz – Birnen sind etwa deutlich härter im Nehmen als Himbeeren, Hartkäse zeigt sich stabiler als Camembert, Nüsse snacken sich unterwegs zuverlässiger als Cracker.

👍 entspannt genießen

👎 Hunger gegen Ekel abwägen

6. Auf alles gefasst sein

Unverhofft kommt auf Reisen noch öfter, als man denkt – versuch daher, dich auch beim Essen für unterwegs auf unangenehme Situationen vorzubereiten:

  • Verlass dich nicht drauf, einen Sitzplatz oder Tisch zu haben – Fingerfood geht überall! Von der guten, alten Klappstulle über Möhren und Kekse gibt es allerhand, was man im Zweifelsfall sogar mit einer Hand essen kann.
  • Geruckel, scharfe Kurven und Bremsmanöver – keiner will seine Reise mit Kaffee oder Suppe auf dem Shirt antreten müssen. Vorsichtige tendieren daher zu möglichst trockenen Snacks und sicheren Getränken.

👍 sich einmal gut vorbereiten

👎 sich 1000mal beim Sitznachbarn entschuldigen

7. Nimm Rücksicht

Tapfer sein: Du bist aller Voraussicht nach nicht alleine auf deiner Reise. Vermeide daher böse Blicke, entsetzte Gesichtsausdrücke und Augenrollen deiner Mitreisenden durch einfache Maßnahmen:

  • „Oh lecker, ein Döner!“ Dachte noch nie jemand, wenn der Nebenmann einen auspackte. Ob Fisch oder Zwiebeln, gekochte Eier oder Knoblauch – stark riechende Zutaten bleiben aus Rücksicht deinen Mitreisenden gegenüber lieber zu Hause.
  • Auch Essgeräusche sind dazu geeignet, Menschen den letzten Nerv zu rauben. Solltest du dazu neigen, Chips langsam, einzeln und mit offenem Mund zu verzehren, ist der beste Platz dafür das stille Kämmerlein. Das gilt in gleichem Maße für alles, das kontinuierlich mit langwierigem Prozedere aus knisterndem Papier gewickelt wird.
  • Apropos Chips: Essen zu teilen, finden wir gut, das gilt jedoch nicht gleichermaßen für das Verteilen von Krümeln. Die Leute nach dir freuen sich mehr, wenn sie später nicht erraten können, was es gab.

👍 beim Aussteigen zurückgegrüßt werden

👎 beim Aussteigen erleichtertes Aufatmen hören

8. Reisen sind lang …

Insbesondere auf Reisen reagiert unser Körper auf die ungewohnten Umstände oft … aufgeregt. Gerade im Flugzeug, hier neigt man, dem Druckunterschied sei „Dank“, nachweislich mehr zu internen Gasbildungen. (Ja, es gibt Studien – und ja, du bist nicht allein!) Versuch daher, die Expansion deiner Innereien durch das richtige Essen vor und während der Reise nicht noch weiter zu befeuern. Sprich, Zwiebeln und Kohl sollten ebenso wie Alkohol und kohlensäurehaltige Getränke runter von der Speisekarte.

👍 die Zeit wie im Flug vergehen lassen

👎 leidend die Minuten zählen

9. Kleine Helfer einpacken

Auch das schönste Essen bekommt einen faden Nachgeschmack, wenn man anschließend nicht weiß, wohin mit dem Müll – oder sich zum Händewaschen einer Bahn-, Bus- oder Flugzeugtoilette stellen muss. Wer auf der sicheren Seite sein will, nimmt Taschentücher oder Servietten, feuchte Tücher für die Hände und eine wasserfeste Tüte für eventuelle Überreste mit. Das empfiehlt sich umso mehr für Fahrten im Auto – vielleicht packt dich ja der kleine Hunger gerade dann, wenn sonst keiner an einen Rastplatz fahren will.

👍 das Gefühl, wenn die Hände wieder Hummus-frei sind

👎 das Gefühl langsam antrocknenden Hummus

10. Gesegnet sei die Zivilisation

Nach all den Warnungen, all den „lieber nicht“s und „wappne dich“s jetzt auch mal ein Grund zur Entspannung: Ganz auf dich gestellt bist du ja meist nicht. Ob in der Bahn, im Flugzeug, im Bus oder an der Autobahnraststätte, fast alles lässt sich mittlerweile fast überall und jederzeit kaufen. Sollten dir aufwändige Essensvorbereitungen und die Unmengen mitzunehmender Wasserflaschen, Gemüseboxen und Tuch-Vorräte zu viel sein – das findest du jeweils auch unterwegs, wenn vielleicht auch nicht ganz billig. Ob du dich nun für eine Minimal-Variante mit einem halben Liter Wasser, einer Stulle und einer Packung Taschentücher oder doch für den kompletten Picknickkorb entscheidest, liegt am Ende mal wieder ganz bei dir 😊

👍 wissen, wie viel Aufwand dir der Reiseproviant wert ist

👎 sich hinterher ärgern

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