Nervige Nachbarn auf Reisen: So wirst du mit ihnen fertig

„Du bist nicht allein auf der Welt.“ Leider, möchte man gerade auf Reisen oft sagen! Nervige Nachbarn sind in Bus, Zug und Flugzeug noch unerträglicher als zu Hause – wir haben heute eine Top-10-Liste der schlimmsten Nebensitz-Nervensägen zusammengestellt und verraten dir obendrein (mehr oder weniger ernsthaft), wie du nervige Nachbarn loswerden kannst. Vorhang auf für die schlimmsten Reisenachbarn aller Zeiten!

Nervige Nachbarn – die Bestenliste

1.      🗣️ Die Labertasche

Die Labertasche gibt es in verschiedenen Abstufungen: vor dir, hinter dir oder neben dir – und im schlimmsten Fall auf der Suche nach einem Gesprächspartner! Wenn du nicht in einem Ruhebereich der Deutschen Bahn sitzt (da reicht meist ein dezenter Hinweis), bleiben dir folgende Möglichkeiten:

  • dichtmachen: Die einfachste Lösung, wenn die Labertasche nicht gerade dich zulabern will. Oropax und Kopfhörer sind hier Mittel der Wahl.
  • abblocken: Schwierig, lohnt sich aber gerade auf längeren Strecken. Hat die Labertasche dich als Opfer auserkoren und subtile Signale wie einsilbig antworten, schon mal ein Buch hervorkramen oder Kopfhörer in der Hand halten fruchten nicht? Bemerkungen wie „Ich möchte mich eigentlich nicht unterhalten.“ oder „Ich würde eigentlich lieber lesen/Musik hören/etwas abschalten…“ klingen hart, aber helfen.
  • abhauen: Im schlimmsten Fall ist die Labertasche nicht allein und unmöglich zu ignorieren – hier lohnt sich meist die Bitte um Ruhe nicht. Wenn du irgendwie kannst: Setz dich um! Deine Nerven sollten dir den Aufwand wert sein.
  • Wenn auch das nicht hilft, nimm es mit Humor und klink dich ein! Vielleicht hat das Gespräch ja Potenzial, deine Freunde oder das Internet zu unterhalten.

2.      ☁️ Die Duftwolke

Zu viel Aftershave, zu wenig geduscht oder im schlimmsten Fall beides – Menschen, deren Geruch einen überwältigt, trifft man seltener, dafür trifft es dich meist härter. Wenn Abhauen keine Lösung ist, kannst du folgendes versuchen:

  • Problem Mundgeruch: Hier sind Kaugummis oder Pfefferminze Gold wert – für dich und auch zum Anbieten! Sollte dein Sitznachbar das 1. Angebot als Freundlichkeit verstehen und ablehnen, frag doch nochmal nach.
  • Problem Körpergeruch: Gerade Fliegen ist für manche eine Stresssituation, mit der entsprechenden körperlichen Reaktion. Versagt ausgerechnet bei deinem Sitznachbarn das Deo, informier diskret die Flugbegleiter – die haben für solche Fälle meistens Deo dabei und wissen die Situation professionell zu handeln.
  • Problem Parfüm: Schwierig, schwierig – Parfüm-Überdosierer sind meist unbelehrbar. Entweder haben sie mit dem Dosieren gerade angefangen (klassisch: der männliche Teenager), oder sie nutzen den gleichen Duft schon lange und nehmen ihn selbst nicht mehr wahr. Mit dem Spruch „Schöner Duft! Was sag ich denn meinem Freund (o.ä.) später, wonach ich rieche?“ kannst du dich selbst nicht retten, aber vielleicht nachfolgende Generationen.
  • Allgemein und wenn sonst nichts hilft: Tiger-Balm und Co. lassen andere Gerüche in den Hintergrund treten, ohne selbst Kopfschmerzen hervorzurufen.

3.      🚻 Die schwache Blase

Stichwort nervige Nachbarn auf Langstreckenflügen: Ständig wirst du hochgescheucht, weil dein Nebenmann schon wieder aufs Klo muss? Von gehässigen Kommentaren beim Bestellen des nächsten Wassers möchten wir abraten, stattdessen machst du euch das Leben leichter, indem du mit der „schwachen Blase“ den Platz tauschst.

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4.      🏜️ Die Wüste

Unaufhaltsam wie die Wüste breitet sich dein Nebenmann aus, macht dir Armlehne und Beinfreiheit streitig? Wer nicht mehr zurückstecken möchte und auch keine Lust auf stillgeführte Armdrück-Wettbewerbe hat, muss wohl oder übel in die Offensive:

Schritt 1: „Etwas eng hier, aber wir werden uns schon arrangieren.“ Oder, etwas deutlicher: „Sie engen mich etwas ein.“ Fruchtet das nicht, kannst du in

Schritt 2: Wiederholen. Helfen auch regelmäßige Variationen von einem gelächelten „Sie kommen mir (mit Ihrer Zeitung, mit Ihren Knien) etwas nahe.“ nicht bzw. werden sie von  „man wird ja wohl noch“ oder „ist ja wohl nicht so tragisch“ gekontert, geh über zu

Schritt 3: „Haben sie zwei Plätze bezahlt? Meinen ja wohl jedenfalls nicht.“ Das sollte es tun.

5.      💺 Der Rücklehnenterrorist

Nervige Nachbarn auf Reisen in Höchstform! Zwei Situationen lassen so manchen aus der Haut fahren:

1. Grundsatzfrage: Darf man in Flugzeug, Bahn und Bus die Rückenlehne zurückstellen? Die Meinungen gehen weit auseinander – die einen sind klar dafür („Sonst gäbe es die Funktion ja nicht!“), die anderen strikt dagegen („Ein Eindringen in die Privatsphäre!“). Knapp mehrheitsfähig scheint lediglich die Maxime Auf Kurzstrecken Nein, auf längeren Strecken Ja zu sein.

2. Ganz unbestritten verdammenswert sind nervige Nachbarn, die einem ständig gegen die Rücklehne treten – irgendwann ist man so auf 180, dass eine wutentbrannte Äußerung an den Hintermann vielleicht hilft, aber allseits auf die Stimmung schlägt. Alternativ geht auch Folgendes:

  • Nicht so lang warten! Dein Hintermann denkt wahrscheinlich über die eigene Nasenspitze nicht hinaus und merkt nicht, dass das Hochziehen, Rütteln und Klopfen 1 zu 1 zu dir durchdringt. Sag früh etwas, solange du es noch nett sagen kannst.
  • Etwas mutiger: Dreh dich um und lass deinen Kopf langsam über die Rückenlehne steigen – am besten mit hochgezogener Augenbraue. Hast du Glück, löst sich dein Problem mit etwas Gelächter in Wohlgefallen auf.
  • Zu lang gewartet? Überleg dir vorher genau, was du sagen möchtest, damit die Situation nicht eskaliert. Bei nächstbester Gelegenheit versuch es dann mit einem beherrschten „Entschuldigung, könnten Sie bitte meine Rücklehne weniger bewegen – ich werde jedes Mal durchgerüttelt.“ Verbunden mit dem nettesten Lächeln, das du aufbringen kannst, sollte das deinen Restflug noch spürbar entlasten.

6.      😴 Der Schnarchsack

Wer auf Reisen schlafen kann, ist zu beneiden – und teils ganz schön lästig. Zum Beispiel, wenn der „Schnarchsack“ deine Schulter mit einem Kissen verwechselt, Geräusche macht oder dir den Weg zum Klo verbaut. Da Schlafen eine der schönsten Beschäftigungen auf Reisen ist, möchten wir zuallererst Toleranz empfehlen. Aber wenn die nicht reicht? Wie weckt man einen fremden Schläfer? Wir verraten so viel: Ansprechen und Anstoßen ist meist nicht nötig.

  • Kaffeeduft ist ein sanfter Weg, jemanden aus seinen Träumen zu reißen. Schwenke das Getränk dazu behutsam vor der Nase deines Sitznachbarn hin und her.
  • Auch andere angenehme Düfte eignen sich – vom Deo über den aromatisierten Lippenbalsam bis (notfalls) hin zum Zitronenbonbonatem.
  • Licht sollte als die nächste Methode deiner Wahl sein. Kannst du keinen Vorhang aufziehen, erhelle deinen Sitznachbarn mit dem Bildschirm deines Smartphones.
  • Kälte bleibt dir noch, über die Frischluft-Zufuhr im Flugzeug oder Bus. Das kann allerdings ein bisschen dauern.

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7.      🙈 Der Freizügige

Hast du dich schon mal gefragt, wie die Zehennägel deines Sitznachbarn aussehen? Nein? Nervige Nachbarn auf dem Nebensitz zeigen sie dir trotzdem. Gewinnst du Einblicke, auf die du hättest verzichten können, sind deine Möglichkeiten sehr beschränkt – die Bitte, sich doch etwas anzuziehen, empfinden wohl die meisten als Eingriff in die persönliche Freiheit. Tun kannst du dennoch etwas, allerdings eher bei dir selbst:

  • Finde Gründe: Tragen nervige Nachbarn trotz echt unappetitlicher Füße Sandalen, gehe davon aus, dass es dafür einen guten Grund gibt – vielleicht wären schlimme Käsefüße die Alternative?
  • Finde Entschuldigungen: Man kann nicht auf alles vorbereitet sein – wer hat zum Beispiel schon einen Ersatz-BH dabei? Vielleicht ist die Freizügigkeit deiner/deinem Mitreisenden selbst peinlich. Versuch doch, darauf so gelassen zu reagieren, wie du es dir andersrum wünschen würdest.
  • Vermeide das Schlimmste: Wenn beides nicht greift, stell dir den Worst Case vor: Du sprichst sie oder ihn an, die Reaktion ist die schlimmstmögliche, alle Leute ringsumher ergreifen Partei für deinen Sitznachbarn und du fühlst dich schrecklich. Angesichts dessen: Ist es wirklich so tragisch?

8.      🤢 Der Reisekranke

Es hat dich schlimm erwischt: Dein Sitznachbar verträgt das Reisen nicht oder hat Flugangst! Verständnis für den permanenten Unruheherd neben sich ist ja schön und gut – aber kannst du darüber hinaus noch etwas tun?

  • Flugangst: Für ein Flugangst-Seminar ist es jetzt zu spät, vom Spendieren eines alkoholischen Getränks raten wir auch ab – aber ein gutes Hörbuch kann prima ablenken, genauso wie ein interessantes Gespräch. Darüber hinaus kannst du den Flugbegleitern Bescheid sagen, die sich dann gezielt kümmern. Wer sich im Flugzeug eingesperrt fühlt, empfindet das übrigens am Gang meist nicht so stark. Plätze tauschen?
  • Reiseübelkeit: Neben einem möglichst ruhigen Platz vorn und in Fahrtrichtung, im Zug am Gang, kannst du der armen Seele noch empfehlen, einen möglichst ruhigen, weit entfernten Punkt in Fahrtrichtung zu fixieren. Gar nicht empfehlenswert sind Histamin-reiche Speisen wie Hartkäse, Salami und Wein – will der Reisekranke dazu greifen, lohnt sich vermutlich ein Hinweis! Hast du zufällig etwas mit Ingwer oder Pfefferminze dabei, teil doch, beides soll die Beschwerden lindern.

9.      👯 Das sich auslebende Kind

Kinder sind auf Reisen meist aufgeregt – kümmern sich die Eltern obendrein nicht um den Nachwuchs, kann „das sich auslebende Kind“ die Reise zur echten Strapaze werden lassen. Besondere Herausforderung: Fast alles, was du tust, kann gegen dich verwendet werden – ob du nun das Kind um Ruhe bittest oder dich an die Eltern wendest. Was bleibt? Klär, zumindest über Blickkontakt, mit den Eltern, ob es ok ist, dich einzubringen – und dann lenk das Kind ab. Nimm Kontakt auf, rede und spiele mit ihm, lass dir die Welt erklären! Profi-Tipp: Lass es nach Spaß aussehen! Vielleicht bringt das ja auch Mitreisende auf die Idee, mal einzuspringen.

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10.  🤓 Die nervige Angewohnheit in Person

Schockschwerenot, wieso ist „die nervige Angewohnheit“ letzte in der Liste!? Vom allgemeinen Rumhibbeln über die ausgiebige Beschäftigung mit den Fingernägeln, das Sich-Kratzen oder Haare-zu-Locken-Drehen treiben einen nervige Angewohnheiten der Mitmenschen doch nun wirklich in den Wahnsinn! Stimmt – nur wissen selbst wir da nicht weiter. Kannst du „die nervige Angewohnheit in Person“ weder ignorieren noch dich wegsetzen, hast du eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

1. Bei manchen Angewohnheiten kannst du auf Verständnis hoffen, wenn du denjenigen direkt darauf ansprichst. Menschen, die ständig vor sich hin pfeifen, wissen in der Regel, dass das andere oft stört.

2. Lenk ihn oder sie ab und komm ins Gespräch – so vertreibst du nicht nur die Langeweile, die oft der Grund dafür ist, der nervigen Angewohnheit nachzugehen, du lernst auch den Menschen dahinter etwas kennen und vielleicht verstehen.

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