Mit dem Zug Österreich entdecken: Das solltest du wissen!

Mit dem Zug Österreich entdecken

Du fährst zum ersten Mal in Österreich Zug? Höchste Zeit, dich schlau zu machen, was dich so erwartet! Obwohl die Alpenrepublik Deutschland beim Bahnfahren grundsätzlich recht ähnlich ist, gibt es auch wichtige Unterschiede.

Zum Beispiel: Kennst du den Unterschied zwischen Fahrkarte vom Fahrschein? Oder weißt du, wieso die Bahnsteige in Österreich viel leerer sind? Vermutlich erwarten dich einige Aha-Momente! Vorhang auf für die beste Vorbereitung dafür, mit dem Zug Österreich zu entdecken!

Übrigens: Wir haben uns auf die Suche nach den schönsten Bahnstrecken im deutschsprachigen Raum gemacht. Dabei haben unter anderem eine wunderschöne Tour durch die Kitzbüheler Alpen entdeckt!

Mit dem Zug durch Österreich:

Marktlage

Was die Deutsche Bahn in Deutschland, sind in Österreich die ÖBB, die Österreichischen Bundesbahnen: Ziemlich marktbeherrschend! Für Kunden aus anderen Ländern, insbesondere Deutschland, besonders erfreulich ist, dass die ÖBB weiterhin Nachtzüge wie den Nightjet anbietet. Teils startest du in Wien, München, Hamburg oder Berlin etwa bieten aber auch Nachtzug-Verbindungen der ÖBB an.

>> Mehr über die ÖBB erfahren

Zugtickets

Freie Auswahl: Von günstigen Angeboten wie der ÖBB-Sparschiene abgesehen, lassen dir die ÖBB-Tickets die Wahl. Etwa das Standard-Ticket, das auch wirklich so heißt: Es gilt uneingeschränkt für eine Strecke und alle darauf fahrenden Züge. Du hast sogar ganze 2 Tage Zeit, per Zug ans Ziel zu kommen.

Achtung, Kontrollgebühr! Bist du in einen ÖBB-Nahverkehrszug eingestiegen und hast es vorher nicht geschafft, eine Fahrkarte zu kaufen? Das wird meist teuer: Zusätzlich zum Ticketpreis musst du eine „Kontrollgebühr“ von 105 € drauflegen. Wer die nicht sofort bar bereit hat, zahlt zudem noch einmal 30 € Bearbeitungsgebühr.

Gab es am Bahnhof keinen Ticketautomaten? Wenn du im Zug sofort das Begleitpersonal fragst, kostet dein Bahnticket weiterhin den normalen Preis.

>> Mehr  zur ÖBB-Sparschiene

Züge

Mit 8 Zugarten im Fernverkehr und 3 Zuggattungen für den Nahverkehr hast du beim Zugfahren in Österreich mehr Auswahl. Bekannt vorkommen dürften dir der Intercity-Express, der InterCity, EuroCity und der EuroNight.

Auch die regionalen Züge der österreichischen Bundesbahnen halten keine großen Überraschungen bereit. Der Regionalzug ist unserer Regionalbahn vergleichbar, RegionalExpress und S-Bahn heißen in Deutschland genauso. Zusätzlich aber erwarten dich:

  • Railjet (RJ): Ein Hochgeschwindigkeitszug, in dem du die Wahl zwischen gleich 3 verschiedenen Klassen hast – Economy, Business und First. Der Railjet verkehrt sowohl zwischen Budapest und München als auch zwischen Wien und Zürich sowie zwischen Wien und Villach.
  • Railjet 2: Die Fortsetzung des Railjets ist eine Kombination aus Tages- und Nachtreisezug. Ab 2019 sind Railjets 2 überwiegend auf den Strecken in Österreichs Nachbarländer unterwegs.
  • ÖBB Nightjet: Der klassische ÖBB-Nachtreisezug. Du kannst ihn etwa von Berlin, Hamburg, Düsseldorf oder München aus nach Österreich nehmen. Im Nightjet hast du die Wahl:
    • Der Sitzwagen ist nur bedingt einer – man kann auch je 2 Sitze zu einer Liegefläche zusammenschieben.
    • Im Liegewagen gibt es 6 Betten (gegen Aufpreis auch zu viert buchbar), Frühstück ist inklusive.
    • Den höchsten Komfort findest du im Schlafwagen für 1 bis 3 Personen, ebenfalls mit Frühstück,
    • Obendrein kann übrigens auch dein Auto im Zug Österreich entgegenfahren.
  • D-Zug: Da werden Erinnerungen wach! Die vor langer, langer Zeit schnellste Zuggattung weit und breit ist mittlerweile einer der langsamsten Züge geworden. Auf Schienen in Deutschland sind sie nicht mehr anzutreffen, in Österreich aber kannst du das D-Zug-Feeling wiederentdecken! Meist sind sie in Ostösterreich, Richtung Ungarn unterwegs.

Zug durch Österreichs Berge

Entdeck im Zug Österreich: Bahnhöfe

Besser warten: In großen Bahnhöfen wie dem Wiener Hauptbahnhof findest du oft erstaunlich leere Bahnsteige vor. Wo sind denn alle? Ähnlich wie bei Flughäfen kannst du die Zeit bis zur Ankunft des Zugs bequem im Wartebereich zubringen. Fährt ein Zug ein, weisen laute und verständliche Ansagen darauf hin.

Essen ≠ Umsteigen: Am Bahnsteige und dem Wartebereich ist erst mal kein Kaffee oder Imbiss in Sicht? Das liegt daran, dass die Essensmeile am Bahnhof meist getrennt vom Reiseverkehr untergebracht ist. So kommen sich eilige Umsteiger und gemütliche Päuschenmacher nicht gegenseitig in die Quere. Das tut übrigens auch dem Lärmpegel gut!

Skurriles & Interessantes rund um österreichische Züge

Angesagt: 30 Jahre lang wurden die Durchsagen auf österreichischen Bahnhöfen von der Moderatorin und Schauspielerin Chris Lohner gesprochen. 2010 dann sollte sie durch die digitale „Petra“ ersetzt werden. Die österreichische Volksseele begehrte auf, es hagelte Proteste – jetzt wird Lohners Stimme digitalisiert und bleibt den Reisenden erhalten.

Rot & weiß: Sowohl das Logo der ÖBB als auch die Sitzbezüge in den Zügen stehen stellvertretend für die Flagge Österreichs. Also Schuhe vom Sitz im Österreich-Zug!

Hingekleckst: Apropos Logo! Das bis 2004 genutzte ÖBB-Logo war  im Volksmundauch als „Pflatsch“ bekannt. Der Grund: Es erinnert es doch ziemlich an einen aufgeklatschten Tropfen.

Klassenlose Gesellschaft: In keinem Nahverkehrs-Zug Österreich gibt es eine 1. Klasse. Wird da nicht eigentlich die 2. zur 1.?

Fahrschein, Fahrkarte, Fahrausweis oder Ticket? Nicht das gleiche! De „Fahrkarte“ steht für einen Bahnfahrschein steht, ein „Fahrschein“ ist das Ticket für Verkehrsmittel in der Stadt. „Fahrausweis“ und „Ticket“ sind jeweils Oberbegriffe.

Soviel zum Zug in Österreich an dieser Stelle! Solltest du jetzt gerade erst warm geworden sein, findest du im Magazin noch jede Menge andere Posts zum Thema! Oder bleibst du doch noch etwas bei den Österreichern?

>> Mehr über die Bahn in Österreich erfahren

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